Delfine in Ägypten Marsa Alam Rotes Meer

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Delfine in Marsa Alam AegyptenNun war ich schon in vielen Buchten und an vielen Spots in Marsa Alam Tauchen und auch Schnorcheln, bin bei katastrophalen Wellengang mit dem Boot bis zum Dolphin House ( Sha `ab Samadai Reef) um endlich mal Delfine in freier Wildbahn zu sehen.  

Jahrelang hatte ich auf all meinen Bootstouren kein Glück, wobei es trotzdem wunderschöne Tauchgänge waren, die es so nur im Roten Meer gibt.

 

 

Delfine in Ägypten Marsa Alam Hotel Concorde Moreen Beach Resort

Nachdem ich im April 2014 in Safaga eine Woche in der Coral Garden Bay war, bin ich drei Wochen später, im Mai 2014 von Leipzig direkt nach Marsa Alam zur Concorde Moreen Bay geflogen.

Ich hatte ein super Last Minute Schnäppchen über meinen liebsten Reiseanbieter gefunden und konnte einfach nicht nein sagen. Das Hotel ist wunderschön gelegen, direkt an der Moreen Bay, einer herrlichen Bucht mit intaktem Riff und einem Schönen Unterwasser Labyrinth für Taucher.

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Ägypten
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Hier kommst du zu meinem absoluten Lieblings Hotel und einer traumhaften Bucht, wo ich so viel erlebt habe.
Hotel Concorde Morden Beach Resort&Spa
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2012 war ich das erste mal in diesem Buchtabschnitt tauchen und schwer begeistert!

Nach langem hin und her mit der Hotelleitung hatte ich endlich ein Zimmer mit perfektem Ausblick direkt auf die Bucht. Nur weil man Meerblick bucht, heißt es nicht dass man auch einen richtigen Meerblick bekommt. Was erstmal auch in diesem Hotel Steg am Hotel Concorde Moreen Beach Marsa Alam Aegyptender Fall war. Mit Hartnäckigkeit, freundlichen Worten und einem Augenaufschlag bekam ich diesen sagenhaften Ausblick.

 

Adlerrochen, Calamar, Riffhaie und eine Karettschildkröte

In den ersten beiden Tagen in dieser Bucht wurde ich gleich mit tollen Highlights belohnt!

Ein großer Adlerrochen zog vorbei, ein Calamar  begleitete mich auf meiner Erkundungstour am Riff und beim umschwimmen eines großen Korallenblocks kollidierte ich fast mit einer riesigen Karettschildkröte. 

Am zweiten Tag zog erst ein Weißspitzen Riffhai seine Kreise in der Bucht, dann zwei… und zum Schluss vier. Es war witzig anzuschauen, wie sie hintereinander weg immer den gleichen Weg in Kreisen durch die Bucht schwammen. 

Äußerst ehrgeizig hoffte ich auf eine schöne Aufnahme seines Kopfes in der Seitenansicht. Im Freediving die rund 10 Meter zum Grund zurückgelegt, hat er mich leider trotzdem nicht mal annähernd an sich ran gelassen.

Ich habe sowohl in Ägypten, Fujairah und auch auf den Malediven die Erfahrung gemacht, dass diese Tiere alles andere als „angriffslustig“ sind! Ganz im Gegenteil! Selbst mit viel Zeit, Ruhe,Geduld und langem warten habe ich es bis jetzt nicht geschafft meine Wunschaufnahme zu bekommen. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden!

Was bei einem Tauch- und Schnorchelurlaub in Ägypten auf keinen Fall fehlen darf, ist ein gutes Bestimmungsbuch. Schließlich möchte man doch gerne wissen, was einem da vor die Brille schwimmt. Immer im Gepäck dabei -

 

Große Delfin Schule 

Der dritte Tag wurde besonders!

Mit Blick auf das Rote Meer morgens gegen sieben acht herum auf einmal der Sound einer Trillerpfeife zu hören. Ich saß auf meiner Terrasse mit einem guten Buch und wurde gerade erst richtig wach.

Der vermeintliche Lärm kam von der Plattform am Steg. Der Stegwächter, der auch als Bademeister fungiert, pfeifte immer wieder. Warum? Das war den meisten erstmal gar nicht klar, auch mir nicht! 

Viele Urlauber schliefen noch oder waren schon beim Frühstück, so dass es nicht wirklich jemanden interessiert hat. 

Und dann sah ich sie! Viele Jahre habe ich auf diese Begegnung gehofft und aus dem nichts heraus sind sie da. Delfine, in meiner Bucht! Ich hatte es geschafft zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. 

Delfin Schule in Marsa Alam AegyptenIm Laufschritt in Schlafklamotten über den Steg und dann sah ich sie klar und deutlich in der Bucht spielen. Bei sehr starkem Wellengang konnte man die Tiere immer wieder in den Wellen erkennen, ihre spitzen Rückenflossen durch die Oberfläche blitzen sehen und hin und wieder sprangen sie voller Eleganz aus dem Wasser. Die Anzahl der Tiere war in diesem Moment schwer zu schätzen, ich tippte auf vielleicht 20 Tiere. 

In Ägypten wird je nach Wetter, Wind und Strömung Fahnen am Strand gehisst. Bei einer weißen Flagge ist das Meer absolut spiegelglatt, so dass auch schlechte Schwimmer ins Meer können. Bei einer gelben Flagge ist es nur sehr guten Schwimmern empfohlen, da der Wellengang es einem nicht leicht macht und man sich schnell überschätzen kann, wo dann die Kraftreserven nicht mehr reichen. Bei einer roten Flagge ist das Schwimmen absolut gefährlich und verboten.

Rote Fahne - was nun?

Jetzt waren die Delfine direkt vor meinen Füßen in der Bucht und die Fahne war rot. Absolutes Schwimmverbot! Wie lange würden sich die Delfine in der Bucht aufhalten? Würden sie wieder kommen oder so lange bleiben bis der starke Wellengang nachgelassen hat? Ich wollte unbedingt ins Wasser, was der Bademeister wohl an meinem sehnsüchtigen Blick gesehen haben muss. Ich hatte mich in den Tagen davor schon oft mit ihm unterhalten und ihm meine Videos und Bilder gezeigt. Er wusste, dass ich diesen Moment gerne mit der Kamera festhalten wollen würde und dass ich eine gute Schwimmerin bin. Er sagte nur: „ Get your camera and go inside“

Im Laufschritt in meinen 3mm Neoprenanzug geschmissen und mit ABC Ausrüstung und meiner Actioncam X7 ausgestattet sprang ich in die Wellen. Auf Grund der starken Wellen und dem dadurch aufgewirbelten Sediment sah ich erst einmal nichts. Also schwamm ich weit raus zur Öffnung der Bucht, wo das Wasser dann klarer wurde und wartete. Nichts geschah! Waren sie schon wieder weg? Ich konnte die Delfine bei den Wellen an der Oberfläche nicht mehr sehen. Hatten sie die Bucht vielleicht schon verlassen? War ich zu spät? Enttäuscht wollte ich schon den Rückweg in Angriff nehmen, schwamm langsam in Richtung Steg zurück und als mein Kopf unter die Wasseroberfläche kam, hörte ich sie. 

Der Gesang der Delfine ist gut und weit unter Wasser zu hören, aber als Mensch ist es nicht möglich Richtung und Distanz zu bestimmen. Sie können schon gut und gerne Kilometer weiter draußen sein. 

Ich lauschte mit den Ohren unter Wasser, hörte mir ihren Gesang an und ließ mich von den Wellen hin und her schaukeln. Jetzt hatte ich es nicht mehr eilig. Der Stress der vergangenen Wochen viel von mir ab, der Kopf schaltete sich aus und beim beobachten der Sonnenstrahlen die im Meer tanzten, fühlte ich mich absolut entspannt. 

Die Hoffnung schon aufgegeben, treibend in den Wellen erschrak ich unheimlich als sich die Schule der Delfine von hinten bei mir teilte und an allen drei Seiten an mir vorbei flitzte in noch nicht einmal einer Armlänge Abstand. Sie drehten ihre Kreise, spielten in der Bucht, versanken in der nicht einsehbaren Tiefe um dann wieder aufzusteigen. Der Anblick verschlug mir den Atem, es waren weit mehr als 50 Tiere jeden Alters dabei, die ungestört um mich herum tobten, spielten, kuschelten und sich paarten. Sie ließen sich von meiner Anwesenheit nicht störend musterten mich immer wieder im vorbei ziehen.

Delfine sind sehr sozial!

Delfine haben ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten, eine ständige Kommunikation und sind sehr kuschelig untereinander. Sie berühren sich dauernd, reiben sich aneinander und suchen immer den Körperkontakt zum Artgenossen. 

Zwischenzeitlich sind sie immer wieder in der Bucht abgetaucht, waren außer Sicht, sind aber dann immer wieder an die Oberfläche gekommen. 

In den gut drei Stunden die ich mich bei tosenden Wellen im Wasser aufgehalten habe, habe ich viele schöne Eindrücke festhalten können. Nicht alles konnte ich auf Video festhalten, weil der Wellengang ein filmen nicht zu jeder Zeit möglich gemacht hat. 

Delfin spielt mit Plastiktüte

Ein Delfin in der Schule beförderte eine Plastiktüte mit sich und nutzte sie wie sein persönliches Spielzeug.

Die Tüte wurde abwechselnd mit der Schwanzflosse oder den Brustflossen mit gezogen. Im spielerischen Wechsel wurde die Tüte unter den Delfinen weiter gegeben. Einer lässt sie los und der nächste nimmt sie mit seiner Flosse wieder mit. Ihnen war die Freude an diesem Spiel förmlich anzusehen.

So schlimm wie der Plastikmüll in den Meeren auch ist, dieses mal hatte es einen augenscheinlichen positiven Aspekt. 

Mittendrin ließ der Delfin die Tüte vor mir fallen, ich nahm sie und schwamm damit ein Stück weiter in der Bucht. Unter lautem gequitsche umrundete er mich, bis ich die Tüte los ließ und er sie mit der Brustflosse wieder mitnahm. Eine tolle Interaktion, die ich so schnell nicht vergessen werde.

In meinem Video, dass du am Ende von diesem Beitrag findest, kannst du den Besitzer der Plastiktüte gut erkennen. 

Als absolut passive Person, haben die Delfine den Körperkontakt zu mir gesucht. So wurde im vorbei schwimmen meine Flosse oder meine Schulter berührt oder die Längsseite an meine ausgestreckte Hand gedrückt. 

Wie hätte ich mich da den zaghaften Berührungsversuchen entziehen sollen? In dem Fall habe ich es mehr als gerne zugelassen :-)

Hier das Video von den Delfinen in Marsa Alam in Ägypten

Don´t Touch! Gefährliche Meerestiere

Es gibt im Meer eine große Regel, die man niemals brechen sollte und die einem in jeder guten Tauchschule eingebleut wird : „ Don´t touch it“! 

Es kann sehr gefährlich sein im Meer irgendetwas zu berühren, die Tiere sind alle wild und man sollte sie niemals bedrängen oder von sich aus berühren! Viele Meeresbewohner verteidigen sich, sind mit scharfen Zähnen oder auch Gift bewaffnet. Man hat auch schon Taucher mit gebrochener Nase gesehen, die von einem Titan Riesen Drückerfisch mit 10 Kilo Masse mit Voll Speed ins Gesicht getroffen worden sind. 

Auch ein vermeintlicher Stein, kann eine Koralle mit Gift sein, die einen qualvollen und langjährigen Nesselausschlag nach sich zieht.

Ich empfehle jedem der sich in den Meeren und Ozeanen dieser Welt regelmäßig aufhält das Buch:

Das Kosmos Handbuch Gefährlicher Meerestiere

Erkennen - Richtig handeln - Notfallmanagement

 

Die Verunreinigung der Meere und Ozeane durch Plastik ist ein großes und vor allem bekanntes Problem! 

Leider nimmt die Verschmutzung dieser wundervollen Gewässer immer weiter zu. Schiffe, Touristen und auch die Einheimischen vieler Länder sind sich über die Auswirkung ihres unachtsamen Handelns garnicht bewusst. 

Eine Chips Tüte achtlos am Strand zurück gelassen findet durch Wind schnell den Weg ins Meer. 

Plastik und auch jeglicher anderer Kunststoff ist nicht natürlich und kann von der Umwelt nicht abgebaut werden. Der Müll treibt Jahrzehnte durch die Ozeane, bis ein Tier es frisst oder sich darin, ohne Chance auf Befreiung, verheddert.  

Auch in Ägypten haben die Einheimischen kein Umweltbewusstsein! Der Müll wird wo man gerade geht und steht fallen gelassen. 

Als Taucherin möchte ich gerne ein schönes und intaktes Riss mit seinen Bewohnern sehen und nicht den Dosen, Verpackungen und Tüten ausweichen müssen. Bei jedem Besuch im Meer finde ich Müll, den ich mit zurück an Land nehme und dort anständig entsorge. 

Ich, und auch die Bewohner der Meere, würden sich freuen, wenn jeder Urlauber und Taucher/Schnorchler ein Stück Müll wieder mit raus an Land nehmen.

Einige Tauchschulen und Organisationen veranstalten regelmäßig Sammeltauchgänge und bei den meisten großen Herstellern für Taucherausrüstung bekommt man für wenig Geld ein Müll Sammelnetz, was sich problemlos am Jacket oder Neo/Bleigurt befestigen lässt.

Galerie Moreen Bay in Marsa Alam - Ägypten

Die Bilder unter Wasser sind hier mit der Actioncam Actionpro X7 entstanden.

 

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